Einspaltig plus Randspalte

Beutetiere

Die Wölfe in Deutschland ernähren sich überwiegend von den drei Schalenwildarten Rehwild, Rotwild und Schwarzwild, wobei Rehwild über 50% der gefressenen Biomasse ausmacht. Sie fressen aber auch Aas, Früchte und Kleinsäuger. Nahrungsanalysen zeigen, dass Wölfe bei ihren Beutetieren selektieren: Der überwiegende Teil der Beutetiere weist mäßige bis schlechte Kondition auf. Wölfe tragen also dazu bei, den Wildbestand gesund zu halten. Zudem wird z.B. beim Rotwild auch nach Altersklassen selektiert. Über 65% der Beutetiere sind Kälber.

Ein Wolf benötigt pro Tag ca. 4kg Fleisch. Aufs Jahr gerechnet entspricht das ca. 65 Rehen, 9 Stück Rotwild und 16 Wildschweinen. Für ein Rudel bestehend aus zwei Elterntieren, zwei Jährlingen und vier Welpen und einem Streifgebiet von 300km² ergibt sich ein theoretischer Bedarf von 1,3 Rehen, 0,18 Stück Rotwild und 0,33 Wildschweinen pro Jahr auf 100ha.

Foto: Piclease/Astrid Brillen